
Hier spielt gleich England gegen Frankreich oder wie man in England so bescheiden anmerkt: Das Mutterland des Fußballs gegen die Froschfresser. Frosch scheint fit zu halten. Wer in der Nachspielzeit aus einem 0:1 noch ein 2:1 macht, ist konditionell jedenfalls nicht am Ende. Da zeigt sich, dass lauwarmes Bier zwar ein isotonischer Durstlöscher ist, aber nicht als Grundnahrungsmittel verwendet werden sollte. Die englischen Fans haben trotzdem schon einige Titel sicher. Sie sind nicht nur die weiß-rotesten (nicht wegen der Flagge, wegen des Sonnenbrandes), sie sind auch die Übergewichtigsten. Oder sagt man die Meistgewichtigsten? Oder die Meistwiegenden? Einigen wir uns auf die Fettesten? Was da an gröhlendem, nacktem Speck über die Straßen rollt, provoziert für mich folgende Frage: wie pflanzen sich Fußballfans eigentlich fort? Hier scheint es sich offenbar um einen Prozess der Zellteilung zu handeln. Jedenfalls tun mir die Engländer jetzt nach dem Spiel ein bisschen leid: sie haben richtig gut mitgespielt, ein Unentschieden hätte nach vergebener Führung und verschossenem Elfmeter als Demütigung ausgereicht. Vielleicht sollten unsere Inselfreunde in Zukunft folgenden Ernährungs-Tipp befolgen: Ab und zu mal ein Frosch mit einem Gläschen schönen Bordeaux statt Fisch und Chips mit einem Tanklastwagen Bier, dann reicht die Kondition auch 93 Minuten.

Das bin ich. Also der Rechte, links ist Olli, unser Hoffnungsträger. Er war im letzten Jahr in stechender Form. Aber ist das nicht oft so? Sobald die Karriere durch diverse Luder in den Unterleibsbereich umgeleitet wird, gehts auch im professionellen Bereich in die Hose. Macht nix. Hauptsache die Hormone halten. Olli ist - entgegen aller Erwartung - Mensch geblieben. Wenn er jetzt noch bei der EM Übermenschliches leistet, ist er meiner vollen Bewunderung sicher. Der unterleib sollte bis dahin geschützt werden. Da gibt es sogar im Sportgeschäft entsprechende Schoner. Die sollen die Angst vor Tiefschlägen nehmen. So ein Suspensorium wäre mein Kauftipp für Olli. Ansonsten gratuliere ich Werder zur Meisterschaft und wünsche eine entspannte nächste Saison. Jetzt darf Schalke zittern, ob Ailton aus dem Urlaub zurückkommt...
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Die Vogelgrippe ist da, der erste Versuch eines Weltuntergangsszenario 2004. Leichte Panik ist schon erkennbar. In Wartezimmern stapelten sich die Patienten: "Herr Doktor, ich habe eine Hühnerbrust, ist das gefährlich?" "Müssen wir unseren Papageien töten? Und wenn ja, dürfen wir ihn essen, wenn wir viel Curry draufmachen?" Überall meldeten sich Fachleute zu Wort. Ja, die Vogelgrippe kann auch zu uns kommen... Einer meinte, man sollte vorsichtshalber Geflügel nicht roh essen. Oh! Was mach ich jetzt? Ein Frühstück ohne rohes Huhn ist doch kein richtiges Frühstück, oder??
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Das bin ich in Portugal, ein ganz interessantes Foto. Im Hintergrund sieht man nämlich die Woge des Erfolges, die uns Deutsche offenbar überrollt hat, während die Griechen (nicht sichtbar hinter dem Felsen) auf ihr wellenreiten. Im Prinzip sind wir Alemaos dennoch die Sieger dieser EM. Nicht nur der Ball kommt aus Deutschland, sondern auch der Finaltrainer und der Schiedsrichter. Nur die Mannschaften sind fremd. Und Portugals Turnlehrer Scolari, der als Brasilianer an einer EM eigentlich gar nicht teilnehmen dürfte. Da hätten wir auch Ailton einbürgern können. Aber den hat ja - obwohl er sich selbst angeboten hat - keiner gewollt. Klar, dann wäre aufgefallen, welche Säbelfüße um ihn rum aufgelaufen wären. Stattdessen durfte Brdaric mit - ein ehemaliger Spieler von Fortuna Düsseldorf läuft für Deutschland auf! Damit will ich nichts gegen Fortuna sagen! Fortuna ist immer noch ein Team der Superlative. Nicht nur, dass wir es als einziges Bundesligateam im freien Fall bis in die vierte Liga gebracht haben (alle anderen brauchten dazu immerhin einen Lizenzentzug), um von da aus gleich wieder den Wiederaufstieg in die Championsleague anzutreten (momentaner Haltepunkt: Regionalliga), nein, Fortuna ist meines Wissen zumindest in der westlichen Welt der einzige Profiverein, der mit Nizar Trabelsi einen Fußballprofi hervorgebracht hat, der es zu einer rechtskräftigen Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen islamischen Terrorismus gebracht hat. Wenn das nicht auch eine Leistung ist...
Herzlich Willkommen im neuen Jahr. Bisher hat sich allerdings nicht viel geändert. Zu Silvester haben wieder einige vergessen, den Knaller auch zu werfen, nachdem sie ihn angezündet hatten und sind deshalb da gelandet, wo schon diejenigen den Jahreswechsel feiern durften, die vergessen hatten, die Kerzen am Baum zu löschen, bevor sie ins Bett gingen - Abteilung 3, vierter Stock. Beim diesjährigen Datumsziffernwechsel soll allerdings auch überdurchschnittlich viel geprügelt worden sein. Wahrscheinlich ist bei vielen wieder nach Einnahme alkolholloholischer Getränke der vordere Scheitellappen abgestürzt. So isses nun mal bei uns: So richtig raus aus sich kommen viele nur bei gleichzeitiger Betäubung des Bewusstseins. Ist ja auch richtig. Wenn das neue Jahr gleich mit einem zu doppelter Größe angeschwollenen Schädel beginnt, kann es in den folgenden 12 Monaten nur besser werden. Schon im Februar hört der Brechreiz auf und man fühlt sich wie neugeboren. Dann allerdings kommt Rosenmontag, diverse Frühlingsfeste, Geburtstage, Gartenpartys, Erntedank, Weihnachstmarkt, Heiligabend und dann ist ja schon wieder Sylvesterparty. Wenn man mit dickem Kopf Probleme hat, gibt es nur eine Empfehlung vom Fachmann: Zwischendurch gar nicht nüchtern werden. Ein Anfang ist gemacht. Jetzt heißt es dranbleiben...